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Congress Salsa Stuttgart

Hola Amigos,

der 2. Academia de Salsa-Kongress in Stuttgart war wieder mal ein schönes Ereignis, auf das sich die Stuttgarter freuen durften. Mit 110 € im Vorverkauf für alle Parties und der Auswahl an über 40 workshops, zum großen Teil gegeben von internationalen Stars, war dies sehr günstig und man konnte Einiges erwarten.

Die Stars werden zu 'locals'
Eingeleitet durch eine Pre-Congress Party am Donnerstag, an der schon einige Stars wie z.B. Frankie Martinez und Leo García anwesend waren, ging es am Freitag richtig los. Viele der Stars waren bereits angereist und mischten sich munter unter die Gäste. Im Vergleich zu anderen Kongressen fand ich, dass die Stars mehr mit nicht zu den Profikreisen gehörenden Tänzern getanzt haben. Die so genannten Stars hoben sich weniger stark ab als sonst. Sie waren für meine Begriffe greifbarer, was sicherlich auch mit daran lag, dass der Kongress nicht ganz so groß angelegt war wie andere. Man verliert sich und die Stars kaum aus dem Blickfeld und das lässt sie irgendwie zu 'locals' werden.

Leo García

Die Freitags-Party
Eine schöne Party, bei der einige Shows geboten und die Tanzlehrer vorgestellt wurden. Die Shows waren u. a. von Fiebre Tropical, Linda Salsa und dem Höhepunkt am Freitagabend: Tropical Gem! Mehrfach berichteten wir über diese faszinierende Salsa-Truppe und ihre absolut professionellen Shows (siehe Berichte und Clips von Zürich). Grossen Beifall gab es auch für die Kurzvorstellungen von z.B. Frankie Martínez, Stacey López und Tato. Letztere zwei waren bereits zum zweiten Mal nach Stuttgart gekommen und u.a. für seine Schrittkombinationen bekannt und beliebt ist. Danach ging die Party richtig los und die salseros strömten auf die Tanzfläche und tanzten bis in die frühen Morgenstunden.

Der Samstag Abend brachte den Showhöhepunkt.
Ignacio mit einer Klasse Solo-Show. Die Ladies in White mit ihrer neuen Show, eine sehr schöne Choreographie zusammengestellt unter der Führung von Lucia, eine der Organisatoren. Natürlich war der Höhepunkt wieder einmal die Truppe von Tropical Gem. Synchron getanzt, eine bestechende Choreografie und wie immer ein stilistisch genialer Übergang von indianischen Urtänzen mit Kriegsbemalung in den Salsa-Part.

Viele weitere traten auf und bescherten klasse Shows! Neben dem hohen Niveau der Shows war sehr positiv anzumerken, dass der gesamte Showblock nicht zu spät angesetzt war und man bereits um kurz nach Mitternacht noch ausgiebig das Salsabein schwingen konnte. So hatten viele der anwesenden Damen die Chance, mit Manuel Mascarell, Angel Ortíz, Stacey López und anderen zu tanzen.

Nach den Shows gab es noch starke Live-Musik einer cubanischen Band! Der Samstagabend bot alles, was man von einer Klasse-Partynacht erwarten kann.

Am Sonntag gab es einen Showblock mit fast nur internationalen Stars auf der Bühne, was sehr selten ist. Dies zeigt, dass die Stuttgarter Organisatoren es verstanden haben, ein sehr gutes Showprogramm zu bieten, das reichlich Zeit zum Tanzen lässt , und die Showblocks mit der richtigen Dauer und Qualität zu belegen. Kompliment!

 

 

 

 

Tato Conrad - Begegnung mit der Salsa-Historie
Ein Star ganz besonderer Art ist Tato. Seine workshops gehörten zu den beliebtesten und bestbesuchten überhaupt. Seine Art zu lehren und sein Stil basieren auf traditionellen Tanzwurzeln und -stilen, die bereits seine Familie lehrte. Er besitzt eine eigene Tanzschule in San Juan Puerto Rico. Wir waren auf Empfehlung der Veranstalter Dino und Lucia persönlich in Puerto Rico und haben Tato in seiner Tanzschule besucht und auch Unterricht genommen. Er hat ein einzigartiges Museum an traditionellen Instrumenten und ist sehr gast- und erzählfreudig. Wir lernten den Rhythmus zu spielen, damit wir ihn besser spüren und er erzählte über die Geschichte und Wurzeln des Salsa. Falls jemand nach Puerto Rico reist, sollte er sich die Adresse von Dino und Lucia geben lassen und einen Ausflug mit Tato in die Musikwurzeln Afrikas, Europas und Mittelamerikas machen. Wenn möglich, lasst Euch auch eine traditionelle Vorführung des so genannten 'la Bomba' nicht entgehen. Dies ist ein traditioneller Tanz, bei dem die Trommler nach den Schritten der Tänzer spielen. Sehr schön!

Wenn man mit diesem Hintergrund zu Tato geht, merkt man noch mehr, worauf er aufbaut. Er gilt auch als 'Salsa-Ziehvater' von Dino und Lucia. Ohne ihn kann ein Kongress von den beiden kaum stattfinden. Allein er gibt dem Kongress eine besondere Note.

Die weiteren workshops
Frankie Martínez hat einen sehr sympathischen Stil, macht sein Späßchen zwischendurch und trotzdem gibt er immer entscheidende Tipps für Männer und Frauen. Wenn er nächstes Jahr wiederkommt, möchte er die Figuren auf dem dance floor sehen, welche die salseros bei ihm gelernt haben! Ein kleiner Wermutstropfen war, dass er schon am Samstagnachmittag abreisen musste, da er beim Salsa-Kongress in Dublin einen Auftritt hatte. Man sieht, wie gefragt er ist. Dafür war er aber schon am Donnerstag bei der Pre-Congress Party dabei.

Jayson Molina hat seinen gewohnt disziplinierten Stil und es liegt ihm viel daran, dass alle Teilnehmer gleichzeitig mitmachen, da der Erfolg am Ende der Stunde garantiert ist. Dass dies dann tatsächlich der Fall war, davon konnte sich jeder selbst überzeugen.

Tropical Gem mit interessanten Bewegungen aus der afro-taihitischen Rumba Cubana, Mimo aus München, Ignacio aus Stuttgart, Dino und Lucia mit open shines, Angel Rodríguez mit spaßigem partner work und viele mehr vervollständigten die qualitativ hochwertigen workshops.

Tropical Gem mit Rumba Cubana

Angel Ortiz mit Open Shines

Angel Rodriguez mit Partner Work

Mimo mit Open Shines

Ignacio und Ramona mit Cuban Style

Manuel Mascarell mit European Style Partner Work

William und Olcay mit L.A. Style Partner Work

 

 

 

Rafael und Betty mit L.A. Style Partner Work

Kurzfristig kam es zu leichten Änderungen im workshop-Plan, doch wurden diese in den Aushängen angepasst, so dass die Teilnehmer informiert waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Organisation und Gesamtbeurteilung
Der 2. Academia de Salsa-Kongress war eine gelungene Veranstaltung und sehr schöne Angelegenheit für Stuttgart. So viele große und bekannte Salsa-Namen waren noch nie in Stuttgart und auch aus gesamtdeutscher Sicht war dies ein klasse besetzter Kongress. Insgesamt gut organisiert und man konnte z.B. eigene Getränke zu den workshops mitbringen, wenn man wollte, und die Abendpreise waren ebenfalls in Ordnung.

Vielen Dank an die Organisatoren Dino und Lucia, die diese Mega-Arbeit auf sich genommen haben, um Stuttgart dies zu bieten. Ruht Euch etwas aus - Ihr habt es Euch verdient!

Einige Fotos und die Videoclips wurden uns freundlicherweise von Salsa-Stuttgart zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Mauro für die gute Zusammenarbeit!

Schöne Grüße an alle
[Tony] vom Latin.de-Team
 

 

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